ESRI Sommercamp 2010 Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
Schüler untersuchen Seegraswiesen und Muschelbänke vor Sylt
Bis zur Insel Sylt ist es ein weiter Weg - besonders wenn man aus Hof kommt. Sechs Schüler sowie zwei Lehrkräfte des Schillergymnasiums in Hof hatten sich am Sonntag, den 15. August 2010 aus Franken auf die Reise gen Norden gemacht, um am ESRI Sommercamp teilzunehmen. Da hatte es die zweite Gewinnergruppe, acht Schüler und ihre beiden Lehrkräfte (Neues Gymnasium Oldenburg) aus Oldenburg, nicht ganz so weit, bis sie den Hindenburgdamm erreichten.
Die Betreuer von ESRI, der con terra sowie des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer empfingen die beiden Gruppen am Gerd Lausen Haus in Rantum, der Unterkunft für die nächsten fünf Tage.

Am Montag gab es für alle Teilnehmer zunächst eine theoretische Einführung in die zu entdeckende Umgebung und auch die erste Begegnung mit den mobilen Kartiereinheiten stand auf dem Plan. Die bereits mit Spannung erwarteten ersten Schritte im Watt mussten aufgrund der Wetterlage allerdings zunächst verschoben werden und so fand das Üben mit den Geräten erst einmal nur auf dem Gelände der Unterkunft statt.
Am Nachmittag hatten die beiden Gruppen während mehrerer Präsentationen dann die Gelegenheit, etwas über das Gewinnerprojekt der jeweils anderen Gruppe zu erfahren. Besonderen Beifall bekam hierbei der von den Hofer Schülern erstellte Lego-Film zum Thema Bioenergiedörfer. Den Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik sowie deren Vorkommen im Umfeld ihrer Schule erklärten die Oldenburger Schüler.

Am Dienstagmorgen wurden die GIS-Projekte vorbereitet und nach dem Mittagessen ging es dann endlich ins Watt. Für manch einen war es die erste Begegnung mit dem Wattenmeer. Die anfängliche Unsicherheit wich jedoch schnell der Begeisterung darüber, sich einmal wieder richtig dreckig machen zu dürfen.
Die Schüler und Betreuer teilten sich in Gruppen auf und erfassten mit den mobilen Einheiten verschiedene Deckungsgrade der Seegraswiesen und umliefen Muschelbänke.
Am Mittwoch wurden die so erhobenen Daten in ArcMap betrachtet und analysiert. Danach ging es per Bus zum Erlebniszentrum Naturgewalten in List. Hier informierten sich die Schüler umfassend über Wetterereignisse, Leben in Watt und Dünen, Küstenschutz und erneuerbare Energien.

Donnerstag war der große Tag der Abschlusspräsentationen. Bis zum Mittagessen hatten die Schüler noch Gelegenheit, an ihren Karten und Präsentationen zu arbeiten. Danach galt es noch einige Besonderheiten der Salzwiesen zu entdecken.
Nachmittags war es dann soweit: Alle Teilnehmer präsentierten ihre Ergebnisse. So manche Präsentation überzeugte bereits durch Layout und Effekte.
Beim gemeinsamen Abschlussgrillen am Abend schließlich tauschten sich die Teilnehmer und Betreuer über die vergangene Woche aus bevor es am Freitag auf die lange Heimreise ging.
Nicht nur die "Völkerverständigung" zwischen unseren Franken und unseren "Nordlichtern" stellte für beide Gruppen kein Problem dar. Auch den großen Altersunterschied von bis zu 8 Jahren meisterten alle Teilnehmer hervorragend und konnten sogar noch voneinander profitieren. So lernten die Oldenburger, dass Franken keine Bayern sind und die Hofer ließen sich von den jüngeren Kollegen bei einem spannenden Beachvolleyballmatch "belehren".
Eine Auswahl erstellter Karten:
Eine Auswahl erstellter Präsentationen:
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