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ESRI Sommercamp 2010
Nationalpark Berchtesgaden

Schüler erkunden Tierspuren und Waldbestände im Nationalpark Berchtesgaden

Voller Vorfreude trafen die elf Schüler und zwei Lehrerinnen der Hildegardis Schule Hagen am Abend des 5. September in im CVJM-Gästehaus in Hintersee ein. Den bevorstehenden einwöchigen Aufenthalt im Sommercamp haben die Schüler bei einem Schulwettbewerb, den ESRI in Zusammenarbeit mit den deutschen Nationalparks veranstaltet, gewonnen.

ESRI Sommercamp 2010 Nationalpark Berchtesgaden

Das ESRI Sommercamp im Nationalpark Berchtesgaden stand auch dieses Jahr unter dem Motto "Wahrnehmen. Verstehen. Anwenden." und hatte zum Ziel, den Schülern die Natur mit Hilfe moderner Technologie näher zu bringen.

Das Sommercamp startete bei sonnigem Wetter mit einer Wanderung ins Klausbachtal. An mehreren Haltepunkten erklärte die Umweltpädagogin Julia Herzog den Schülern Geschichte, Ziele und Zonen des Nationalparks. Der Wildtierbiologe Jochen Grab leitete die Schüler zum Fährtenlesen an und präsentierte die "Fußabdrücke" der tierischen Bewohner des Nationalparks.

ESRI Sommercamp 2010 Nationalpark Berchtesgaden   ESRI Sommercamp 2010 Nationalpark Berchtesgaden

Nach einer kurzen Einführung in die Orientierung und die Punktsuche mit GPS folgten die Schüler dem vorbereiteten Tierspuren-Geocache und übten dabei den Umgang mit den kleinen mobilen Computern.

In den folgenden Tagen untersuchten die Schüler verschiedene Waldtypen im Klausbachtal. Unter fachkundiger Anleitung vermaßen sie Baumhöhen und Baumdurchmesser, erfassten Baumarten, Schäden und Untergrund auf 7 Stichprobenflächen.

ESRI Sommercamp 2010 Nationalpark Berchtesgaden  ESRI Sommercamp 2010 Nationalpark Berchtesgaden  ESRI Sommercamp 2010 Nationalpark Berchtesgaden

Die Messungen wurden mit GPS verortet, auf den mobilen Computern protokolliert und später am Computer mit Hilfe eines GIS (Geoinformationssystem) in Karten und Diagrammen dargestellt. Die Schüler interpretierten ihre Ergebnisse, verfassten kurze Texte dazu und visualisierten ihre Projekte in Form von Postern.

Beim Vergleich der 7 Stichprobenflächen und der gemessenen Baummerkmale machten die Schüler verschiedene Beobachtungen. Sie entdeckten zum Beispiel, dass

  • der Wald im Talboden stark von Weidenutzung geprägt ist und in den Lichtungen junge Bäume verschiedener Art wachsen.
  • die Fichtenwälder an den Talflanken aufgeforstet worden sind. Die Fichten wachsen schnell und dienten früher der Gewinnung von Brennholz für den Salzabbau in der Region.
  • wenn Naturereignisse (wie z.B. Lawine von 1999) den Fichtenwald zerstören, neuer, artenreicher Wald nachwächst.
  • Schäden wie Baumpilze und Borkenkäfer vor allem in alten Fichtenbeständen auftreten.

Die Präsentation der Ergebnisse im Nationalparkhaus in Berchtesgaden bildete den Abschluss der lernreichen Woche. Der Leiter des Nationalparks, Michael Vogel, war beeindruckt von den Auswertungen der Schüler und übergab die Zertifikate mit dem Wunsch, dass sie viele positive Erfahrungen aus dem Camp mit nach Hause nehmen und in guter Erinnerung behalten mögen.

Selbstverständlich wurde im Sommercamp nicht nur geforscht: Die Gruppe besuchte am Mittwoch das Wimbachtal mit der tosenden "Klamm" am Taleingang und spazierte auf dem 300m mächtigen Schotterfeld, dem "Gries". Am Donnerstagnachmittag fuhren alle zusammen nach Berchtesgaden ins Salzbergwerk. Die Schüler rutschten tiefe Stollen hinab, um vor Ort mehr über den Salzabbau zu erfahren.

ESRI Sommercamp 2010 Nationalpark Berchtesgaden

Aus der Presse:

Eine Auswahl erstellter Poster:


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